Fotos von unseren Freiberger Tagen 2007, 2008 und 2009 finden Sie unter horsefotograf.ch! Unten ein kleiner Vorgeschmack auf diese Fotos!
Die heutige Holzrückeprüfung entstand aus kleinen Wettkämpfen, die früher zwischen Waldarbeitern und Landwirten und deren Pferden durchgeführt wurden. Damals waren dies kleine Wettbewerbe im Wald.
Im Rahmen des Pferdesports fand die Rückeprüfung, damals unter dem Namen Fuhrmannsprüfung, erstmals 1997 an der BEA statt. Die Fuhrmänner und –frauen mussten in einem ersten Teil einen Baumstamm durch einem kleinen Parcours mit orangen Hütchen, die ca. zwei Meter auseinander waren, ziehen und genau auf einer Linie anhalten. Im zweiten Teil musste ein Schlitten mit Gewichten darauf eine Strecke weit gezogen werden.
Schon ein Jahr später hat sich die Prüfung weiterentwickelt. Die Tore waren näher beieinander und am Ende der Rückeprüfung konnte der gezogene Baumstamm auf zwei weitere auf- oder genau daneben gezogen werden. In diesem Jahr fand noch eine weitere Prüfung in Le Pâquier FR statt. Dort wurden beide Teilprüfungen als Rücke- und Zugprüfung durchgeführt und einzeln bewertet. Die Rückeprüfung in Le Pâquier findet noch heute in einem steilen Wald statt.
Nachdem 1999 etwa vier Prüfungen stattgefunden hatten, sind es seit 2000 jährlich zwischen dreizehn und sechzehn offizielle Rückeprüfungen, die in der ganzen Schweiz stattfinden; dabei können sich die Fuhrleute für den Sport- und Freizeitfinal qualifizieren. Der Final (CH-Meisterschaft) findet im September in Avenches statt.
Mit dem Final wurde auch ein Reglement eingeführt, dass die Prüfung genau beschreibt und den Gebrauch des Zapis und der Geisel verbietet. Das Reglement sieht vor, dass die Fuhrleute Arbeitskleidung und einen Hut tragen müssen. Innert kürzester Zeit wurde das Feld der Teilnehmenden so gross und professionell, dass man eine schwierigere Kategorie einführte. So gibt es seit 2001 die verschieden Kategorien L (leicht) und M (mittel). Die Kategorien unterscheiden sich darin, dass im M die Pferde nur durch das Leitseil geführt werden dürfen und nicht am Kopf und das die Tore zehn Zentimeter weniger breit sind.
Die Prüfung hat sich immer weiter entwickelt. Heute muss das Pferd beim ersten Hindernis der Prüfung zwischen zwei Stangen vier Meter rückwärtsgehen, danach wird der Baumstamm angehängt. Die nächsten Hindernisse sind ca. ein Meter breit und es hat auch so genannte feste Hindernisse. Bsp. Lothartor: Das Pferd muss über einen Baumstamm gehen, anhalten und der Fuhrmann muss dann den Baumstamm, der gezogen wird, abhängen und die Kette unter dem quer liegenden Baumstamm hindurchnehmen und wieder anhängen, so wird der gezogene Baumstamm unter dem anderen hindurch gezogen. Zum Schluss wird der Baumstamm auf zwei weitere Stämme aufgepoltert.
Auch die Zugprüfung hat sich gewandelt. Früher musste der Schlitten mit Gewicht dreimal dreissig Meter gezogen werden (zuerst mit 480kg, danach frei wählbar wie viel), heute ist auch dort ein kleiner Parcours zu absolvieren, wobei dreimal angehalten werden muss um Leute aufsteigen zu lassen.
Gymkhana bedeutet Reiterspiele. Gymkhana (abgeleitet vom Urdu Wort für „Spiel Feld“)ist eine indische Bezeichnung für einen Platz, auf dem Sportveranstaltungen stattfinden.
Es bezieht sich auf verschiedene Wettbewerbe, an denen die reiterlichen Fähigkeiten der Konkurrenten gemessen werden. Im Grossbritannien bezieht sich die Bezeichnung Gymkhana heute auf Reiterspiele, welche meist vom Pony-Club für Kinder und ihre Ponys organisiert werden. Es sind Geschicklichkeitsrennen, in denen die Geschwindigkeit von grosser Bedeutung ist. Diese Reiterspiele sind auch unter den Begriffen „Pony Games" UND „Mounted Games“ bekannt. In den Vereinigten Staaten wird diese Konkurrenz normalerweise „O Mok See Competition“ genannt. Eine Bezeichnung, die von den Wörtern „Spiele zu Pferd“ der amerikanischen Ureinwohner abgeleitet wird.
In der Schweiz ist das Gymkhana auch alsGeschicklichkeitsprüfung bekannt und ist klar von denKlassischen Mounted Games für jugendliche Ponyreiter zu trennen. Es treten Pferde, Ponys und Reiterinnen verschiedenster Reitweisengegeneinander an. Verschiedene Geschicklichkeitshindernisse sind in einer Vorgeschriebenen Reihenfolge zu überwinden. Ziel ist, diese Hindernisse mit möglichst wenigFehlerpunkten in einer optimal schnellen Zeitzu absolvieren. Gestartet und klassiert wird einzeln.
Die Hindernisse sind derart angelegt, dass die Gangart immer neu angepasst werden muss. Um in dieser Disziplin erfolgreich zu sein, muss viel geübt und trainiert werden, damit dem Pferd die Angst vor unbekannten und furchterregenden Gegenständen genommen werden kann. Ganz nebenbei fördert das Gymkhana das Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter/in.